pro grün Chronik 1974-2025

Eulen nach BI tragen?

Umweltfragen sind seit Mitte der 1960er Jahre zentraler Teil des gesellschaftlichen Diskurses. Die „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome,   „Le Waldsterben“ und „Atomkraft nein danke“ sind einige Schlüsselbegriffe; heute sind der Klimawandel und die zugehörigen Hazards zu Zeitsignaturen geworden. Diese Großbegriffe werden lokal, vor Ort wahrgenommen und behandelt, mit Geld, Gesetzen und Praktiken aller Art.

In der vorliegenden 50-Jahre-Chronik eines kommunalen Umweltvereins (Gemeinnütziger Verein Pro Grün e.v.) wird am Beispiel von 40 Fällen nachgezeichnet, wie kleine Erzählungen sich in großen Erzählungen wiedererkennen lassen, und umgekehrt. Wie bekommt man die richtigen Leute zur rechten Zeit an den rechten Ort, wie baut man eine Werkstatt auf, in der ecology ambitions gelebt werden können, beharrlich und langfristig?  Wie kommt man überhaupt auf die richtigen Fragestellungen und wie kann man diese kommunizieren? 
Ganz grundsätzlich wäre auch die Demophobie, die Angst vor dem Volk zu reflektieren: Muss man die direkte Demokratie fürchten?

Diese Chronik ist zugleich ein Stück Zeitgeschichte, voller inspirierender Geschichten des Gelingens, aber auch des Misslingens. Aus beidem kann man lernen.

Der Leitvogel ist die Eule. Die Eule kann nach hinten blicken, sie kann im Dunkeln sehen, sie fliegt fast lautlos, sie jagt auf den Punkt und hat einen ganz eigenen Ruf. Und man kann sie an jeden Ort tragen (außer in das Athen von Aristophanes, dort ist die Weisheit bereits angekommen).

Weisheit vor Ort ? Welche Weisheit, welcher Ort? Natürlich immer mit Fragezeichen. 

Einleitung zur Chronik zum Download