pro grün

Presseerklärung pro grün e.v. und Initiative „Bielefeld Natürlich“ zur Berichterstattung über Georg Fortmeiers Ansichten zum Bau der Medizin-Fakultät an der Universität Bielefeld:

Ohne Not fordert Georg Fortmeier, SPD-Fraktionschef im Stadtrat, die Ansiedlung der neuen Medizin-Fakultät auf dem Campus Nord. Warum ohne Not? - Die Universität will das Medizin-Gebäude vorrangig im Bereich der in die Jahre gekommenen Parkpaletten auf der Uni-Nordseite errichten. Dafür gibt es zwei wichtige Gründe: zum einen handelt es sich hier planungsrechtlich bereits um ein Sondergebiet. Baugenehmigungen wären dort zügig und weitgehend ohne Konflikte zu erlangen. Zum anderen ist es von dort nur ein Katzensprung ins Hauptgebäude, für Lehrende und Lernende der Medizin ein enormer Gewinn. Synergieeffekte, wie die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur (z.B. Laboren), entstehen und können genutzt werden. Die Uni der kurzen Wege bleibt so erhalten.

Es ist schwer zu verstehen, warum Fortmeier und inzwischen auch Jasmin Wahl-Schwentker von der FDP, der Uni in die Planung pfuschen. Oder doch? Ist da vielleicht doch eine Not? Gibt es möglicherweise für den Campus Nord gar keine Bauinteressenten, wie uns Politik und Bauverwaltung seit geraumer Zeit mit großem Druck glauben machen wollen? Wäre z.B. ein Max-Planck-Institut in Sicht, so würde man die Flächen doch dringlichst freihalten. Muss also die Medizin-Fakultät jotwede gebaut werden, damit sich doch irgendwie die 20 Mio an Baukosten für die Verlängerung der Stadtbahnlinie 4 rechtfertigen lassen?

für pro grün e.v. und die Initiative „Bielefeld Natürlich“

Prof. Dr. Tilman Rhode-Jüchtern

Bielefeld, den 28.11.2017

Pressegespräch Pro Grün („Bielefeld natürlich“) 14.2.17

„Strategiekonzept Wissenschaftsstadt Bielefeld“
hier: Kritische Analyse (Matrix)

Verweigerungshaltung der Politik
Pro Grün hat in seinen 42 Jahren bürgerschaftlicher Beteiligung in Bielefeld noch nie eine solche Verweigerungshaltung der Politik erlebt: „Krawallbaum“ (OB Clausen) , „Volksverdummung“ (FDP) „übliche Bedenkenträger“ (Strategiekonzept) und Diskussionsverbote (Bezirksbürgermeisterin von Dornberg). Demoralisierend und respektlos.
Bei der gutbesuchten Pro-Grün- und BDA-Veranstaltung „Städte im Stress“ in der Kunsthalle (30.11.16) waren weniger als eine Handvoll Politiker und Verwaltungsmitglieder anwesend.

Keine Sachdiskussion
Es findet keine Sachdiskussion statt. Nachfragen und Argumente werden abgeblockt. Uralte Beschlüsse (hier: Stadtbahn/ Dürerstraße von 2007/2009) werden auch bei neuer Lage nicht fachlich nachgeprüft. Neue Erkenntnisse und Erfahrungen werden ignoriert. Statistiken werden einseitig und top down („von oben herab“) präsentiert (Moss: „6,7% Wachstum“). Weitere Behauptungen werden in die Welt gesetzt („Viele Bau-Anfragen allesamt abgelehnt, Campus Nord ohne Linie 4 baurechtlich nicht erschließbar“). Alternative Szenarien werden (wie bei FH-Neubau) abgeblockt.

„Strategiekonzept“ enthält weder Strategie noch Konzept.
OB Clausen wiegelt ab: Das Papier sei „kein Masterplan“, da haben „60 Bürger einfach mal nachgedacht und 66 Vorschläge gesammelt“ (OB 29.1.2.16). Stimmt, das „einfach-mal“-Papier ist weder ein Konzept noch eine Strategie, das Papier enttäuscht fast auf ganzer Linie. Die Analyse von „Bielefeld natürlich“ zeigt dies Punkt für Punkt. Das Papier wurde aber vom Rat (9.2.17) trotzdem schnell und pauschal „begrüßt“; die Verwaltung soll tätig werden (Prüfaufträge).

So werden ohne Diskussion Fakten vorbereitet (insofern doch Strategie). Durchschaubar.

Frage: Warum diese Diskussionsverweigerung?
Campus Nord ist auch ohne Stadtbahn erschließbar, alter B-Plan ist änderbar. Weiter gehende Absichten müssen auf den Tisch, Verfügbarkeit von mehreren hundert Hektar (Ackerland) muss geprüft werden incl. Ersatz und Ausgleich. Keine Trittbrettfahrerei („Campus“ sagen, „Wohnen und Gewerbe“ meinen). Keine Geheimpapiere mehr, keine Karten mehr verstecken.

Mischlösungen (statt „Großes Karo“) entwickeln: Konversion, Nachverdichtung, Kreative Förderung (Umbauten), neue Wohnkonzepte etc.

Einladung zur Bürgerversammlung:
Montag, 20.2.17, 20.00 Uhr im Pappelkrug

›NW-Artikel vom 15.02.2017‹

›WB-Artikel vom 15.02.2017‹


›NW-Artikel vom 28.09.2016 "Grüne Wiese kontra Campus Nord"‹

Wissenschaftsstadt Bielefeld

Ende 2015 beschloss der Stadtrat die Aufstellung eines Konzeptes zur „Wissenschaftsstadt Bielefeld“. Die Federführung erhielt der ehemalige Uni-Rektor Prof. Dieter Timmermann. Ihm ging es darum, einen Kreis von Personen und Einrichtungen um sich zu scharen, von dem keine kritische Auseinandersetzung zu erwarten war. So gehörten zu den etwa 60 Mitwirkenden keine Gruppierungen, die ökologische oder verkehrliche Schwerpunkte vertreten. In einem - zunächst vertraulichen - Zwischenbericht wurden dann erste planerische Wunschvorstellungen laut: ein ganz neuer Stadtteil im Zuge der Campusentwicklung, etwa 350 - 400 Hektar groß, von der Hainteichstraße bis zum Dornberger Freibad.

›Vergleich Zwischenbericht der AG Wissenschaftsstadt vom 31.05.2016‹

Neue Initiative fordert mehr Bürgerbeteiligung bei den weiteren Planungen zur Wissenschaftsstadt Bielefeld

Auf einer ersten, von pro grün e.V. veranstalteten Bürgerversammlung hat sich eine Initiative gegründet, die sich vorerst unter dem Dach von pro grün e.V. um Dornhausen und die weitere Entwicklung der Wissenschaftsstadt Bielefeld kümmern wird. Die Initiative hat sich den Namen „Bielefeld natürlich“ gegeben und informiert auf der Internetseite www.bielefeld-natürlich.de über ihre Aktivitäten. Auf dieser Seite kann man sich auch für eine kostenlose Rundmail registrieren um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

pro grün ist in der Debatte um das Konzept Wissenschaftsstadt Handelnder und Impulsgeber. Im Juni 2016 organisierte der Verein einen Schnatgang durch das Planungsgebiet und hob wenige Wochen später eine neue Bürgerinitiative aus der Taufe: „Bielefeld - natürlich“. Sie besteht nicht nur aus potentiell Betroffenen sondern auch aus zahlreichen Interessierten, denen es vor allem um eine nachhaltige Stadtentwicklung ohne exzessiven Flächen- und Landschaftsverbrauch geht.

Auf der Seite www.bielefeld-natürlich.de können sie die weiteren Aktivitäten und die Presseveröffentlichen verfolgen.

www.bielefeld-natürlich.de

Presseartikel:
› ››Pro Grün‹‹ fürchtet den Flächen-Fraß‹

›Die schöne neue Campus-Welt‹


Schnatgang mit dem Rad am 19.06.2016

Onlineinformation der Stadt Bielefeld zum Projekt Wissenschaftsstadt
https://www.bielefeld.de/de/dob/wb/

›Strategiekonzept Wissenschaftsstadt Bielefeld - Zwischenbericht‹

 
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